ARMIN MATTICH
Christliche Mystik
auf den Grund gehen. Einer der Protagonisten war der sehr bekannte chinesische Kung-Fu-Meister Kaku Ryu. Er zählte in Hong Kong zu den großen und begehrten Kung-Fu-Darstellern. Bei Dreharbeiten zu einem Kung-Fu-Action-Film wurde er durch ein Schwert so schwer verletzt, dass er fortan im Rollstuhl leben musste. Seine Verletzung galt
Studienreise Japan
Meine Frau Andrea und ich begaben uns 2016 auf eine Studienreise gemeinsam mit dem Filmregisseur Stephan Petrowitsch und seiner Lebensgefährtin Carola, nach Japan. Unser Ziel war es, die großen Meister der Heilkunst des Fernen Ostens aufzusuchen und in Stephans geplanten Dokumentarfilm mit dem Arbeitstitel "Wunder der Lebenskraft 2" als Protagonisten aufzuzeichnen. Wir alle wollten die Heilkraft dieser Meister hautnah erfahren. Uns war bewusst, dass die Heilkräfte im fernen Osten oftmals durch die Kampfkunst entdeckt und entfesselt werden. Im Grunde wollten wir weitere Aspekte der Heilkräfte untersuchen und diesem
  © by Armin Mattich
Größen Japans kennen, die bei ihm in Behandlung waren. Auch die größten Actiondarsteller Hollywoods und aus dem asiatischen Raum gingen bei ihm ein und aus.
Ein spannendes Experiment bestand darin, eine in Deutschland zusammengestellte Gruppe von Heilungssuchenden, mit einer Fernheilung aus Tokio zu behandeln. Wir beobachteten Kaku Ryu live vor Ort und den
als irreparabel und kein Krankenhaus konnte ihm helfen. Ein damals berühmter Chi-Gong-Heiler trat an Kaku Ryu heran und bot ihm seine Hilfe an. Nach einigen Jahren Chi-Gong-Behandlungen konnte Kaku Ryu den Rollstuhl für immer verlassen. Sein Chi-Gong-Heiler teilte ihm mit, dass in Kaku ebenfalls die Heilkraft schlummert. Kaku Ryu übte täglich über Jahre hinweg um diese Heilkraft zu entfalten.
Als wir ihn 2016 trafen, konnten wir trotz genauem Hinschauen, keine Einschränkung finden. Einige Tage verbrachten wir bei ihm und genossen seine Gastfreundschaft, tiefen Gesprächen, Interviews, Heildemonstrationen, Experimenten und gemeinsamen Essen. Durch die Interviews lernten wir einige politische
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Vorgang in Deutschland über das Internet. Abends folgte noch eine Gruppenanwendung, in der wir einige Kräfte Kaku`s erfuhren. Am nächsten Morgen filmten wir ein Experiment, indem der Chi-Gong-Heiler ein Tafel-Wasser magnetisierte, um dessen Geschmack wahrnehmbar zu verändern. Nach dem Mittagsessen filmten wir die Behandlung seiner Gruppe, die in seinem dafür vorgesehenen Raum in Tokio, stattfand. Kaku Ryu und ich sprachen abends u.a. über die Erscheinungen und Wirkungen der Heilkraft und über verschiedene Vorgehensweisen in unterschiedlichen Kulturen. Dies war eine wirklich spannende und schöne Zeit. Ein richtiges Abenteuer.
Kaku Ryu Tokio
Unsere Reise führte uns von Tokio nach Tottori, einen Teil von Japan, der von Tokio aus leichter mit dem Flugzeug zu erreichen ist. In Tottori trafen wir den Lehrer Masumi Kanda und drei seiner besten Schüler. Sensei Masumi Kanda ist Schüler von Meister Ota und beide zählen zu den größten Push-Hands-Chuan-Meistern der Welt. Die Push-Hands-Chuan Übungsform wird manchmal auch „Klebende Hände“ genannt und ist eine Trainingsform des Tai Chi, in der die Tai Chi Prinzipien mit einem Partner trainiert und geschult werden. Das Ziel dieser asiatischen inneren Kampfkunst ist es, eine gewisse Feinfühligkeit und geistige Klarheit zu entwickeln. Es werden aber auch höhere Kräfte entfesselt. Doch diese Kräfte haben Eigenschaften, die die Gesellschaft als geheimnisvoll eingestuft. Diese Kräfte scheint niemand so recht zu verstehen, da die Kräfte gewisse Auswirkungen haben, die sich der
menschlichen Logik entziehen. Bereits in Deutschland hörten wir, dass mit dieser Kraft eine Person eine andere durch den Raum schleudern könne und sie dazu wirklich nur leicht berühren müsse. Diese Kraft soll große Heilungen bewirken und Materie verändern können. Die menschliche Psyche soll ebenfalls auf diese Kraft reagieren und unerklärliche Fähigkeiten hervorbringen. Das klang zunächst so, als ob diese Kraft nicht ganz von dieser Welt wäre und einen übernatürlichen Ursprung hätte. Natürlich wollten wir diese Kraft kennen lernen und wir wollten auch mit dieser Kraft umgehen lernen. Das Interview führten wir bereits in Tokio,
doch nun, in Tottori, konnten wir den Vorbereitungen zum Push-Hands-Chuan-Training beiwohnen. Dazu gehören unter anderem Meditationen, Riten und Gebete vor dem dafür vorgesehenen Schrein. In der Turnhalle begann nach einigen Körperübungen das eigentliche Push-Hands-Training.
Wir beobachteten, wie Sensei Masumi einen seiner Schüler von vorne einen Schubs auf die Schultern gab und dieser Schüler etwa einen Meter nach hinten taumelte. Bei dem zweiten Schubs taumelte der Schüler etwa zwei Meter nach hinten. Es schien so,  als ob der Schüler etwas mehr die Kontrolle über seinen Rückwärtslauf verliert. Bei dem dritten Schubs konnten wir deutlich erkennen, wie der Lehrer seinen Schüler, der rückwärts taumelte, zusätzlich lenkte. Der Lehrer zeigte die Richtung an, in der er seinen Schüler lenkte. Er lenkte die Person mal links und mal rechtsrum, beschleunigte und verlangsamte den taumelnden Rückwärtslauf des Schülers. Es schien so, als ob
Sensei Masumi, mit den Reaktionen des Schülers zufrieden war. Bei dem vierten Anschubsen des Schülers zeigte der Meister nun die Richtung, in der er seine Kraft lenken würde nicht mehr an. Der Lehrer könnte seinen Schüler nun rückwärts durch einen Hindernisparcours steuern. Das war ungewöhnlich und seltsam, denn so etwas konnte niemand auch nur in annähernde Weise tun. Das, was wir alle beobachteten, dieses Lenken des Schülers, hatte nicht nur mit Power, sondern dies hatte etwas mit Telepathie zu tun.
diese Kraft mit einer Person tut. Der Lehrer Masumi begann mit Stephan Petrowitsch und schubste ihn, ebenso wie zuvor seinen Schüler, lenkte die Kraft in Stephan und beobachtete die Reaktionen. Masumi war sichtlich beeindruckt. Dasselbe tat er dann mit Carola Vogler, der Lebensgefährtin von Stephan und war über ihre Offenheit ebenfalls ergriffen. Als Sensei Masumi Kanda uns alle beobachtete, sagte er erstaunt, dass es sehr außergewöhnlich sei und, dass er noch nie so offene Menschen wie uns gesehen hätte.
Sensei Masumi schubste schließlich meine Frau Andrea an und sie ging im Taumelschritt rückwärts, wie ein arabisches Rennpferd, so dass er seine Power stoppen musste, um keinen Schaden zu verursachen. Andrea fiel um, Vibrierte weiterhin sehr schnell und einige große Muskelgruppen in ihrem Bauch zuckten zusätzlich. Nun waren auch die Schüler des Lehrers Masumi sichtlich beeindruckt, denn sie erkannten ebenfalls die große Offenheit dieser Reisegruppe. In der Zwischenzeit kam auch unser Übersetzer heftig ins Schwingen und ins Vibrieren. Er vibrierte solange er mitten unter uns stand. Der Übersetzer war von den massiven Schwingungen überfordert und suchte umherblickend nach einem Ausweg, besser gesagt nach einem Fluchtweg, denn die Vibrationen kannte er noch nicht. Draußen in den Bergen lag etwa 10 cm hoher Schnee und es war sehr kalt. In der Turnhalle hatte es noch immer Minusgrade. Da wir bereits einige Stunden arbeiteten, froren wir entsetzlich.

Das war nun mal richtig spannend geworden und wir durften hautnahe Erfahrungen mit diesen Kräften machen und nicht nur Effekte sehen und darüber sprechen. Jeder einzelne von uns, sollte am eigenen Körper miterleben, was
Außer dem Übersetzer erfassten wir alle die Situation genau und waren sichtlich begeistert, über die hohen Leistungen der Japaner und der Offenheit unseres Filmteams. Als ich an die Reihe kam, bemerkte ich nach dem Schubs des japanischen Meisters Masumi, dass abrupt die Kälte in mir verschwand. Die bis aufs Mark gehende Kälte verschwand in mir vollständig, in weniger als einer Sekunde. Solch einen großen thermischen Effekt hatte ich bisher noch nicht kennengelernt. Während des Schubses sah ich eine vollständige goldene Aura des Meisters und die auf mich
einwirkende Kraft war ebenfalls vollständig golden. Nun war auch ich von der extrem sauberen Kraft des Meisters Masumi beeindruckt. Trotz der klirrenden Kälte in der Turnhalle, hatte ich sofort mehr Freude an dem Besuch dieses Lehrers gewonnen. Als auch ich im Rückwärtsgang zur Wand hin taumelte bemerkte ich, wie eine große Kraft von meinem Rumpf in mein Bein floss und dann von dem einen Bein in das andere Bein floss und meine ganze Seite erfüllte. Dann floss diese Kraft von der einen zur andern Seite und wieder zurück. Das ging so einige Male hin und her, bis die Kraft sich in meinen Körper verlaufen oder verteilt hatte. Genau diese Beschreibung konnte mir später in Deutschland nur eine einzige Person namens Jürgen K. geben.
In Tokio angekommen, besuchten wir den bekannten Qigong Meister Kazuo Muramatsu mit seiner Trainingsgruppe. Der Qi Gong Meister unterrichtete gerade seine Übungsgruppe und erklärte ihr bestimmte Zusammenhänge des Qi Gongs. Die Gruppe umfasste etwa 40 Personen, die zu diesen Dreharbeiten eingeladen wurden. Die Übungsgruppe bestand aus beiden Geschlechter, war sehr offen und verströmte bei ihrem Training viel Freude. Es war eine sehr angenehme Gruppe, die bereits große Vorschritte in der Anwendung des medizinischen Qi Gongs erreicht hatten. Einige Schülerinnen nahmen mit ihrer Kraft Einfluss auf unsere Aura und zupften hier und da an ihr, weil die Schüler uns
Der Meister Muramatsu präsentierte einige beeindruckende Demonstrationen, die die große Offenheit einiger Schüler zeigte und er zeigte uns damit, dass er gezielt Einfluss auf das Energiesystem seiner Schüler nahm. Personen, die Schmerzen oder an andere Beschwerden litten, konnten sich in die Mitte des Raumes setzen und diese wurden nacheinander von dem Qigong Meister und der Gruppe behandelt. Personen wurden wie von unsichtbarer Hand bewegt und begannen zu vibrieren und taumelten manchmal umher. Da auch wir die Gelegenheit zur medizinischen Qi Gong Behandlung bekamen, nutzten drei Personen des Filmteams das Angebot und begaben sich auf den dafür vorgesehenen Platz in der Mitte des Raumes. Auch diese drei Personen aus dem Filmteam wurden nacheinander behandelt. Alle anwesende Schüler und das Filmteam beobachteten, wie der Qigong Meister die verletzte Person behandelte und eine Spontanheilung bewirkte. Der Lehrer Muramatsu gab noch einige Hinweise, über den körperlichen Zustand der verletzten Person und wandte sich dann der nächsten Person zu. Wir waren etwas überrascht, wie schnell doch der Qi Gong Meister schmerzhafte Zustände ändern konnte. Diese Behandlung war nicht geplant, da die betreffende Person des Filmteams, sich erst am Abend davor verletzt hatte. Bei den anderen zwei Personen konnten erst in Deutschland überprüft werden, wieviel die Qi Gong Therapie verändert hatte. Aus Erfahrung können wir sagen, allein eine Offenheit der Schüler zu erwirken ist eine fundamentale Heilung. Auch hier konnten wir gewisse Gesetzmäßigkeiten des geistigen Heilens beobachten. Wir erlebten zum wiederholten Male, dass fühlende Personen in dem Maße heilbar sind, wie es ihrer Offenheit entspricht. In guter Stimmung packten wir unsere Gerätschaft zusammen und freuten uns auf den nächsten Tag, der für uns noch besondere Überraschungen bereithalten sollte.
Auf der Suche nach Personen, die über besondere Kräfte verfügen, führte uns die Reise von der einen Seite Tokios auf die andere. Dort hat der Großmeister Hatsumi Masaaki eine von seinen neun Schulen, an denen er 2016 noch ausgiebig unterrichtete. Zu dieser Zeit war Hatsumi 84 Jahre alt und erfreute sich bester Gesundheit. Hatsumi Masaaki ist der berühmteste Ninja der Welt, der über unglaubliche Kräfte und Fähigkeiten verfügen soll. Er soll sogar besondere Heilkräfte haben, die in letzter Zeit immer öfter bei ihm auftauchen und dazu führen, dass sich große Wunden von selbst schließen. Im Internet sind zudem Filme zu sehen, wo er z.B.
ein scharfes Schwert mit der Schneide langsam und fest über sein Gesicht zieht und sich dabei nicht verletzt. Wir wussten auch, dass Ninjas ihre Fähigkeiten teilen können und, dass diese Fähigkeit womöglich der Grund ist, weshalb so viele Ninjas so viele Fähigkeiten haben. Genau diese Fähigkeit ist aber eine Heilerfähigkeit, die eigentlich nur bei Heilern zu finden ist. Natürlich waren wir alle gespannt und wollten diese Person kennen lernen und erleben.

Doch als wir am Trainingsraum ankamen, durften wir nicht eintreten, denn der Großmeister hatte unserem Besuch noch nicht zugestimmt. Man sagte zu uns, Hatsumi überlege sich noch, ob er unseren Besuch gestatten möchte oder nicht. Da standen wir nun draußen, es regnete, uns war kalt und wir waren müde von dem vielen Reisen und Hatsumi schaute, ob wir würdig sind einzutreten. Stephan meinte: „Nur ein paar Tage in Japan und schon bekommen wir eine Lektion.“ Wie Recht Stephan doch hatte, denn viele asiatische Meister neigen zu solchen Prüfungen und Lektionen. Als wir eintreten durften, sagte man zu uns: „Wir sind kein Sportverein, wir sind Ninjas.“ Ich dachte noch: „Aber Ninjas mit großen Fähigkeiten, deren Fähigkeiten sich in Richtung heilen entwickeln.“ Zum Glück konnte mich niemand hören, doch sofort sah ich ein Bild im Inneren meines Kopfes, wie wir draußen warten und Hatsumi unsere Gedanken liest.
Als wir unsere Filmtechnik aufbauten, traten auch die Schüler in den Raum und das Training begann mit einer Begrüßungszeremonie. Es fiel uns auf, wie sehr die Schüler ihren Lehrer verehren. Der Lehrer erklärte seinen Schülern gewisse Ausweichschritte und demonstrierte diese mit einem Schüler. Doch der Schüler konnte seinen Körper kaum gebrauchen, sobald er dicht neben dem Lehrer stand. Sein Körper zuckte unkontrolliert und in ihm breiteten sich deutlich sichtbare Schmerzen aus. Dasselbe geschah auch mit den anderen Schülern, sobald sie dem Lehrer zu nahe kamen und der Lehrer sich auf den Schüler konzentrierte. Mir fiel auf, dass die Hälfte der Schüler schmunzelte, wenn sich diese Vorgänge wiederholten. Offensichtlich kannten alle Teilnehmer diese Phänomene der zuckenden Körper und der beginnenden Schmerzen bereits.
Doch dann, wenn Hatsumi sich konzentrierte und die Haut eines Schülers an den Meridianpunkten berührte, schrie dieser sofort auf und konnte nur noch seine Aufgabe signalisieren, indem er zweimal hörbar auf den Boden schlug. Also, das ist mal richtig viel Kraft. So etwas habe ich nur bei wenigen Heilern gesehen. Meister Hatsumi ist ganz klar eine Ausnahme, denn dieser Ninja gebraucht offensichtlich auch starke Heilkraft für sein Training. Wir hatten schon gehört, dass Ninjas alles als Waffe benutzen, aber eine Heilkraft als Waffe einzusetzen, hatte ich noch nicht gehört. Auch
mit Lebenskraft so stark einzuwirken bis die Muskeln des Klienten unkontrolliert zucken, ist unter geistigen Heilern sehr wohl bekannt und nennt man in diesen Kreisen „Zappen“. Im Internet sah ich nur fünf Personen, die mit Hilfe des Zappens heilten. Diese Fähigkeit ist wirklich selten, weil kaum eine Person solch eine Kraft aufbringen kann. In der Regel braucht es 25 Jahre Training um solche Wunderkräfte hervor zu bringen.
Mit dem fortschreitenden Training schien Hatsumis Kraft und seine Fähigkeiten zu wachsen. Nun erkannte ich, dass der Lehrer erfassen konnte, wo sich eine Person im Raum aufhielt und, wann sich eine Person bewegte und, wohin sie sich bewegte. Das sind ja Fähigkeiten, wie ich sie in den siebziger Jahren im Kino sah. Dass es in der heutigen Zeit noch solche Menschen gibt, verwunderte mich sehr. Der Lehrer Hatsumi schien seine Schüler ebenfalls mit seinen Gedanken zu lenken, wie ich es schon bei Sensei Masumi sah. Nun erinnerte ich mich daran, dass ich diese Fähigkeiten auch schon bei geistigen Heilern sah. In den Darbietungen zeigte Lehrer Hatsumi ein weiteres Phänomen, denn wenn er, wie gewohnt, seine Partner mit leichten Berührungen zu Boden brachte, klebten die Hände und Arme des Übungspartners an den Berührungsstellen des Lehrers fest. Nur die Zeit oder der Lehrer konnte die „Klebestelle“ lösen. In diesen Momenten schienen die Schüler recht verwirrt zu sein, sie konnten kaum noch denken und sich nicht mehr konzentrieren, ihr Körper zuckte unkontrolliert und schmerzte. Das war eine Anhäufung von Phänomenen, wie ich sie nur selten erlebte. Der Lehrer Hatsumi zeigte den Schülern viele verschiedene Techniken und jedes Mal reagierten die Schüler auf die gleiche Weise und mit den gleichen Symptomen.
Hatsumi Masaaki beendete diesen Abschnitt des Trainings und klatschte dazu einmal in die Hände. Alle Schüler huschten sogleich durch den Raum und setzen sich an einen für sie bestimmten Platz. Andere legten Papier und Pinsel vor den Lehrer. Hatsumi schrieb etwas in japanischen Schriftzeichen und schenkte vielen Schülern eine Kalligraphie. Bevor der Abend sich dem Ende neigte, sollte noch das Interview mit dem Regisseur stattfinden. Der Regisseur Stephan stellte seine Fragen für seinen Film an Hatsumi Masaaki, der freundlich diese Fragen beantwortete. Doch eine
Frage schien dem Ninja nicht zu gefallen, denn er schaute Stephan einmal an und Stephan konnte sich kaum mehr bewegen, sich nicht mehr konzentrieren und vermochte nur noch ganz langsam zu denken, zu fühlen, zu sprechen und konnte sich nur langsam bewegen. Stephan bekam keinen zusammenhängenden Satz mehr zusammen. Innerhalb einer Sekunde verlor Stephan seine Orientierung und war mehr als entwaffnet. Die Frage, die Stephan wohl gestellt hätte war: „Was geschieht mit den Menschen, wenn sich der Lehrer Hatsumi auf diese Personen konzentriert.“ Nun der Lehrer gab ihm die Antwort, so wie es nun mal Ninjas tun, sehr direkt. Nach wenigen Minuten war die schwere Verwirrung bei Stephan verflogen und er konnte wieder über seinen Verstand und seinen Körper verfügen.
Diese Situationen konnte ich sofort erfassen und gut einschätzen, denn diese Reaktionen sind mir geläufig und kenne sie seit Jahren, wenn auch nicht in dieser Stärke. Mir war auch klar, dass Ninjas alles als Waffe gebrauchen können und Fähigkeiten besitzen, um das Denken einer Person zu verlangsamen, denn das ist vor allem eine Heiler-Fähigkeit, die Heiler einsetzen, um ihre Klienten von schmerzhaften Situation zu lösen um sie anschließend besser therapieren zu können. Auch diese Pushs sind Einflüsse der Lebenskraft und werden nicht nur von Ninjas praktizierten, sondern auch von Push-Hands-Chuan Meistern und vor allem von Heilern und Schamanen. Nun hat der Besuch auch mich überrascht, denn ich habe festgestellt, dass Ninjas auch Heilkräfte entwickeln und diese Kräfte gerne einsetzen. Auch war ich überrascht von dem großen Humor und der großen Freude, die der Lehrer Hatsumi ausdrückt. In diesem Maße hätte ich das nicht von einem Ninja erwartet. Aber am stärkstem überraschte mich die Power des Lehrers. Diese Power ist einfach umwerfend und in dieser Stärke kaum mehr zu finden. In Japan sind uns einige wirklich große Meister begegnet und wir durften sie beobachten und von ihnen lernen. All diese Lehrer sind sehr weit fortgeschritten, drangen weit in den verschiedenen Mysterien vor. Wir danken auch den im Bericht nicht erwähnten Lehren.
damit zeigen wollten, dass sie Freude an ihrer Arbeit haben, zu einer Kommunikation bereit sind und diese auch wünschten.
ARMIN MATTICH
Christliche Mystik
Wie ich weiterhin so im Rückwärtsgang zur Wand hin taumelte bemerkte ich weitere Eigenschaften, die auf mich Einfluss nahmen. Es durchfloss mich eine gewisse Unverwundbarkeit, mein Denken wurde sehr verlangsamt und meine Sensitivität steigerte sich in rasender Geschwindigkeit. Über die anderen verändernden und erweiternden Eigenschaften möchte ich zurzeit noch nicht schreiben. Eins war sicher, wir hatten es mit einem wirklichen Meister zu tun, der wusste, was er tat. Von diesem japanischen Meister konnten wir einiges lernen. Menschen die über solch eine große Kraft verfügen und auch noch damit umgehen können, gibt es wirklich selten. Es fällt uns auf, dass Personen mit einer erweiterten Form des Fühlens, auch in einer erweiterten Form heilbar sind. Natürlich fällt uns ebenfalls auf, dass feinfühlige Personen nicht nur sich selbst, sondern auch andere Personen heilen können, und sie können es in diesem Maße tun, wie es die Tiefe ihres Fühlens entspricht. Wir genossen unsere lehrreiche Zeit in Tottori und bereiteten uns auf das nächste Treffen in Tokio vor.